Excerpt: Notstromaggregate für Wohnungseigentümergemeinschaften sichern kritische Gebäudefunktionen bei Stromausfällen, schützen Technik und Bewohner und tragen zum langfristigen Werterhalt der Immobilie bei.
Notstromaggregate für Wohnungseigentümergemeinschaften
Versorgungssicherheit, Werterhalt und verantwortungsvolle Immobilienverwaltung
Ein Fachbeitrag von Heim & Wert Immobilien
Die sichere Stromversorgung ist eine der zentralen Grundlagen für den Betrieb moderner Wohnimmobilien. Über Jahrzehnte galt sie in Deutschland als selbstverständlich. Inzwischen zeigen Extremwetterereignisse, Netzengpässe und technische Störungen, dass Stromausfälle auch in Wohnanlagen realistische Szenarien sind.
Für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) bedeutet dies ein erhöhtes Risiko für Menschen, Technik und Immobilienwerte. Notstromaggregate stellen daher keine Komfortlösung dar, sondern eine gezielte Vorsorgemaßnahme zur Aufrechterhaltung kritischer Gebäudefunktionen.
Ein Stromausfall kann insbesondere Heizungsanlagen, Aufzüge, Treppenhausbeleuchtung, Tiefgaragen, Tür- und Schließsysteme sowie Brand- und Rauchmeldeanlagen betreffen. Gerade bei größeren Wohnanlagen oder Gebäuden mit zentraler Haustechnik ist eine Notstromversorgung sinnvoll.
Bewährt hat sich in der Praxis eine priorisierte Teilversorgung. Ziel ist nicht die vollständige Autarkie aller Wohnungen, sondern die Absicherung sicherheitsrelevanter und technischer Kernbereiche wie Heizung, Beleuchtung, Lüftung und Zugangssysteme.
Für WEGs kommen nahezu ausschließlich stationäre Notstromaggregate mit automatischer Netzumschaltung (ATS) infrage. Diese Anlagen starten selbstständig bei Netzausfall, trennen das Gebäude sicher vom öffentlichen Netz und versorgen definierte Stromkreise. Mobile Aggregate sind für den dauerhaften WEG-Betrieb ungeeignet.
Rechtlich handelt es sich bei der Installation eines Notstromaggregats um eine bauliche Veränderung des Gemeinschaftseigentums. Ein entsprechender Beschluss der Eigentümerversammlung ist erforderlich. In der Regel genügt ein Mehrheitsbeschluss, sofern keine unzumutbare Benachteiligung einzelner Eigentümer entsteht.
Die Kosten für eine professionelle Notstromlösung variieren je nach Gebäudegröße, Leistungsbedarf und baulichen Voraussetzungen. Typisch sind Investitionen zwischen 20.000 und 60.000 Euro inklusive Planung, Einbau und Peripherie. Hinzu kommen laufende Kosten für Wartung, Prüfungen und Probeläufe.
Ein Notstromaggregat ist keine Renditeinvestition, sondern dient der Risikominimierung, der Betriebssicherheit und dem langfristigen Werterhalt der Immobilie. Insbesondere bei Wohnanlagen mit Aufzug, sensibler Technik oder älterer Bausubstanz stellt es ein wichtiges Qualitätsmerkmal dar.
Heim & Wert Immobilien begleitet Eigentümergemeinschaften bei der Planung und Umsetzung von Notstromkonzepten ganzheitlich – von der Bedarfsermittlung über die Beschlussvorbereitung bis hin zur Koordination von Fachplanern, Einbau und Wartung.





